Polen: Hier gehen die Masuren anders


Marienburg ©fotopolska

Mit seinem Geschichtenband „So zärtlich war Suleyken“ setzte Siegfried Lenz der masurischen Heimat seiner Familie einst ein literarisches Denkmal. Die Bauernschläue, die Gelassenheit, aber auch eine tiefe Melancholie der Ostpreußen, die er in seinen Geschichten schildert, sind ein Spiegelbild der Landschaft, in der sie spielen. Denn die blaugrüne Tiefe der Seenlandschaft findet ihre Entsprechung in den Seelen ihrer Bewohner.

Die atemberaubende Naturschönheit der masurischen Seen ist aber nur einer von vielen Gründen, aus denen die Region zu einem der beliebtesten europäischen Reiseziele wurde.

Schier unendlich scheinende Wälder, urwüchsige Flusslandschaften und die geringe Bevölkerungsdichte ergänzen sich hier zu einem Traumland, das über Jahrtausende nichts von seiner Anziehungskraft eingebüßt hat. Schon die Kreuzritter fühlten sich vom Seenland im Nordosten magisch angezogen. Bis heute zeugen ihre trutzigen Backsteinburgen von glorreichen Zeiten. Die größte und besterhaltene Burg in Malbork trägt zu Recht den Titel des UNESCO Welterbes.

Aber auch weniger glanzvolle Zeiten haben ihre Spuren hinterlassen. So besichtigen Sie während Ihrer Rundreise auch die Wolfsschanze, einen geschichtsträchtigen Ort, von dem aus Europa mit Krieg und Terror überzogen wurde.

Gehen Sie mit uns auf Spurensuche in eine Region, deren Natur, Geschichte und Menschen Sie ins Schwärmen bringen werden!

Beförderung

  • Haustürtransfer in ausgewählten Regionen
  • Fahrt im modernen Reisebus

Hotels & Verpflegung

  • 1 Übernachtung im 4*-Hotel Holiday Inn o.ä in Bromberg
  • 5 Übernachtungen im 4*-Hotel Robert´s Port oder Gołębiewski bei Nikolaiken in Masuren
  • 1 Übernachtung im 4*-Hotel Mercure Centrum o.ä. in Thorn
  • 7x Frühstück
  • 7x Abendessen

Ausflüge & Besichtigungen

  • Ausflüge: Nordmasuren mit Heilige Linde, Rastenburg, Wolfsschanze und Lötzen; Südmasuren mit Johannisburger Heide und Eckertsdorf; Westmasuren mit Allenstein und Hohenstein
  • Stadtführung: Thorn mit örtl. Reiseleitung
  • Schifffahrten: Oberländischer Kanal und Masurische Seen
  • Aufenthalt: Gnesen
  • Eintritte & Führungen: Marienburg und Wolfsschanze
  • Eintritte: Erzkathedrale in Gnesen, Marienburg, Galinden Wald, Bauernmuseum in Sadry, Philipponenkloster und Freilichtmuseum in Hohenstein

Zusätzlich inklusive

  • Kleines Orgelkonzert in der Wallfahrtskirche Heilige Linde
  • Kaffee und Kuchen im Bauernmuseum
  • szReiseleitung

1. Tag: Anreise über Gnesen nach Bromberg

Ihre Fahrt führt Sie in die Region Kujawski-Pomorski, die im Norden an Pommern und Masuren grenzt.

Bevor Sie Ihr Hotel in Bromberg (Bydgoszcz) erreichen, statten Sie der Stadt Gnesen (Gniezno), der „Wiege des polnischen Staates“, noch einen kurzen Besuch ab (je nach Zeit auch am letzten Reisetag möglich). Die Stadt wird durch die mächtige doppeltürmige Kathedrale dominiert.

Anschließend ist es noch ein kleines Stück bis nach Bromberg. Auf Grund der geographischen Lage ist die Stadt eines der Handelszentren von Polen und über Brahe, Oder und Bromberg´schem Kanal auf dem Wasserweg direkt mit Berlin verbunden. In der Altstadt wurden mittlerweile zahlreiche Gebäude stilvoll restauriert, sodass sich ein kleiner Spaziergang lohnt.

2. Tag: Bromberg – Marienburg – Oberländischer Kanal – Masuren

Nach dem Frühstück reisen Sie in die Region Ermland und Masuren. Verstreut liegen dort die mächtigen Backsteinburgen der Ordensritter. Seit vielen Jahren zählt die mächtige Marienburg, in der gleichnamigen Stadt Marienburg (Malbork) gelegen, zum UNESCO-Welterbe. Nach dem Vorbild der Ritterburgen im Heiligen Land durch den Deutschen Orden errichtet, war sie zur Zeit ihrer Erbauung die größte Festungsanlage Europas. Ein Besuch ist wie eine Zeitreise ins Mittelalter und so darf natürlich auch bei dieser Reise ein Besuch in Europas größtem Backsteinbau nicht fehlen.

Im Anschluss fahren Sie zum Oberländischen Kanal und unternehmen eine Fahrt auf diesem. Nach der Reise können Sie Ihrer Familie und Ihren Freunden erzählen, dass Sie mit mit einem Boot über Wiesen und Hügel gefahren sind. Vergessen Sie nicht auf der Fahrt ein paar Erinnerungsfotos zu machen, damit Ihre Lieben Ihnen auch Glauben schenken. Nach der Schifffahrt geht es zu Ihrem Hotel in Masuren.

3. Tag: Nordmasuren

Heute fahren Sie zunächst zur Wallfahrtskirche Mariä Verkündung in Heilige Linde (Święta Lipka). Sie besichtigen das oft als „Perle des Barock“ bezeichnete Bauwerk, welches zu den beliebtesten Ausflugszielen in Masuren zählt. Das Kircheninnere ist mit farbenprächtigen Fresken verziert und mutet beinahe mediterran an. Und wenn die Orgel erklingt, entfaltet sich der ganz besondere Zauber dieser Kirche.

Über Rastenburg (Ketrzyn) mit seiner beeindruckenden gotischen Ordensburg reisen Sie weiter zur Wolfsschanze. Bei einer informativen Führung erfahren Sie viel Wissenswertes über diesen geschichtsträchtigen Ort.

Ihre Rundfahrt endet mit der Besichtigung von Lötzen (Gizycko). Die zwischen zwei Seen gelegene „Sommerhauptstadt“ wartet mit seiner von Hand betriebenen Drehbrücke auf, die einzig ihrer Art in Polen ist, und besonders im Sommer herrscht in den zahlreichen Restaurants ein reges Treiben.

4. Tag: Südmasuren

Am Vormittag besuchen Sie Nikolaiken (Mikołajki). Das Städtchen lädt zu einem Bummel entlang der Uferpromenade und durch den beschaulichen Ortskern ein. Bunte Bauerngärten, ein Yachthafen, zahlreiche Restaurants und Souvenirläden und natürlich auch das Wahrzeichen der Stadt, der König Stint (Król Sielaw), gibt es dort zu sehen.

Anschließend unternehmen Sie eine Schifffahrt auf den Masurischen Seen. Erst an Bord eines Schiffes erschließt sich dem Betrachter die volle Schönheit dieser einmaligen Gegend. Glitzerndes Wasser, umarmt vom Grün der Wälder, majestätische Schwäne, wie weiße Tupfen auf dem Wasser verteilt, das Rauschen der Wellen – das ist Masuren pur.

Mit dem Bus geht es danach vorbei an der Johannisburger Heide, das größte Waldgebiet von Masuren. Dort haben Sie die Möglichkeit, auf der geheimnisvollen Krutinna (Krutynia) an einer Stakkahnfahrt teilzunehmen (geg. Gebühr). Von dichten Baumkronen überragt, strömt der Fluss dahin, hinter jeder Biegung versteckt sich ein noch schönerer Blick und mit etwas Glück kann man sogar den seltenen Eisvogel beobachten – eine Bootstour ist an diesem Ort wirklich ein einmaliges Erlebnis.

Später besichtigen Sie ein Philipponenkloster der Altgläubigen. Diese aus Russland geflohenen Gläubigen machten den ehemals unkultivierten Boden im Gegenzug für Religionsfreiheit urbar und noch heute fühlt man sich an diesem Ort in eine längst vergangene Zeit zurück versetzt.

5. Tag: Galinden Wald und Bauernmuseum

Nach einem ausgiebigen Frühstück besuchen Sie den privatgeführten Galinden Wald, dessen Skulpturen die Geschichte der Galinder aufgreifen. Die Galinder waren ein westbaltischer Stamm im Südwesten des ehemaligen Ostpreußen bzw. im Nordosten des heutigen Polen. Sie wurden Ende des 13. Jahrhunderts vom Deutschen Orden unterworfen.

Anschließend fahren Sie nach Zondern (Sądry) und genießen Kaffee und Kuchen bei der lebensfrohen Gastgeberin „Frau Dickti“, die ein kleines ostpreußisches Bauernmuseum in Zondern betreibt. Sie wird Ihnen in ihrer unverwechselbaren Art vom damaligen und heutigen Leben in dieser Region berichten.

6. Tag: Westmasuren

Allenstein/Olsztyn, malerisch auf einer Anhöhe gelegen, ist das erste Tagesziel. Die Provinzhauptstadt wird durch die Flusslandschaft der Lyna geprägt und besitzt eine der schönsten Altstädte Nordpolens. Der stimmungsvolle, von Laubenhäusern gesäumte Markt, schön restaurierte Kirchen und schmucke Fachwerkhäuser machen den Reiz dieser Stadt aus. Die größte Attraktion ist aber sicherlich die gotische Burg, in welcher der berühmte Astronom Nikolaus Kopernikus fünf Jahre lang lebte.

Im Anschluss besuchen Sie eines der größten Freilichtmuseen Polens (Skansen) in Hohenstein/Olsztynek. Auf einer Fläche von 39 Hektar sieht man Gutshöfe, Kirchen, Wind- und Wassermühlen sowie originale und rekonstruierte Holzhäuser u.a. aus Ermland und Masuren.

7. Tag: Masuren – Thorn

Leider heißt es heute schon wieder Abschied nehmen von Masuren, denn es geht weiter nach Thorn/Thorun.

Mit einem örtlichen Reiseleiter erkunden Sie diese wohl schönste mittelalterliche Stadt Polens. Wehrmauern, ziegelrote Kirchen und kopfsteingepflasterte Gassen prägen ebenso das Bild der ehemaligen Hansestadt wie schmucke Bürgerhäuser und alte Paläste. Besonders der Altstädtische Markt (Rynek Saromiejski) mit dem Alten Rathaus ist sehr sehenswert. Für dessen Bau ließ man sich 200 Jahre Zeit, sodass sowohl Elemente der Gotik als auch der Renaissance im Bauwerk zu entdecken sind. Und natürlich stößt man auch wieder auf Nikolaus Kopernikus, der in Thorn getauft wurde und zur Schule ging.

8. Tag: Heimreise

Nach dem Hotelfrühstück heißt es „Dowie Zenja“. Mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck geht es für Sie in Richtung Heimat.

Reisecode PL-MA02

Veranstalter 1-sz-Reisen GmbH

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